Sängerhalle wurde 100

30 Billionen Mark an Gebühren finden sich auf zwei Gebührenmarken auf der Baugenehmigung für die Sängerhalle Gabsheim aus dem Jahr 1925. Dies zeigt, dass der im Jahr 1862 gegründete Männergesangverein Gabsheim es in wirtschaftlich schwerer Zeit gewagt hat, eine Sängerhalle zu bauen, die für die folgenden Jahrzehnte für alle Vereine und die Gemeinde Gabsheim ein wertvolles Zentrum des geselligen und kulturellen Dorflebens wurde.

Möglich wurde der Bau durch die Schenkung des Baugrundstücks, die unentgeltliche Planung und Bauleitung durch den aus Gabsheim stammenden Baumeister Philipp Gisbert und vor allem durch die tatkräftige ehrenamtliche Mitwirkung von Vereinsmitgliedern, aber auch anderen Gabsheimer Bürgern. Viele Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Sängertreffen, Feste, Tanzveranstaltungen, Konzerte, Fastnachtssitzungen, Turnübungen, Tischtennisturniere, Kegelrunden, Versammlungen, Jubiläen, Trauerfeiern, Neujahrsempfänge usw. hat die Sängerhalle in den vergangenen Jahrzehnten erlebt und viele haben hier unvergessliche Momente erlebt. Nachdem die Sängerhalle in den Jahren 2001/2002 noch einmal aus Mitteln des Vereins und Zuschüssen von der Gemeinde und dem Land gründlich renoviert worden war, zeichnete sich ab, dass der Verein den Betrieb der Halle in Zukunft nicht mehr mit eigenen Mitteln finanzieren konnte, und so kam es im Jahr 2005 zum Verkauf der Sängerhalle an die Gemeinde Gabsheim. Dabei wurde der Name „Sängerhalle der Gemeinde Gabsheim“ vereinbart.

Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Sängerhalle Gabsheim“ fand im September eine Akademische Feier in der Sängerhalle statt.

Die Veranstaltung am 7. September 2025, bot Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen Rückblick zu halten.
Zu Beginn trug der Gesangverein einige Lieder vor, und danach sprachen Bürgermeister Heribert Müller, Alfon Mientki als Vorsitzender des Gesangvereins, Diakon Weyers als Vertreter der Pfarrei St. Lioba-Rheinhessen Mitte sowie Verbandsbürgermeister Markus Conrad.
Sie alle würdigten die Sängerhalle als wichtige kulturelle Institution innerhalb der Gemeinde und als Ort der Geselligkeit.

Zum Abschluss hielt das Gemeinderatsmitglied Rudolf Post einen Vortrag, in dem er die Geschichte und Ereignisse rund um die Sängerhalle von den Anfängen bis in die unmittelbare Gegenwart in Bildern vorstellte.