Ein Blick hinter die Kulissen

Wenn in Gabsheim Kerb gefeiert wird, sehen die Besucher vor allem das fertige Ergebnis: Musik, Essen und Getränke, gut gelaunte Menschen, ein buntes Programm und ein Kerbeplatz, auf dem man gemeinsam ein schönes Wochenende verbringt.

Was man dabei kaum sieht, ist das, was dahintersteckt.

Denn drei Tage Kerb bedeuten für die Kerbegemeinschaft Gabsheim e.V. Monate der Vorbereitung, unzählige Absprachen und eine Menge ehrenamtlicher Arbeit. Viele Aufgaben passieren im Hintergrund und werden erst dann sichtbar, wenn etwas nicht funktioniert.

Die Kerb vom 14. bis 16. August 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie umfangreich die Organisation eines solchen Festes tatsächlich ist.

Mehr als 60 Dienste allein für Getränke und Bonkasse

Eine der größten Herausforderungen ist jedes Jahr die Besetzung der Dienste.

Allein im Bereich Getränkeausschank und Bonkasse mussten in diesem Jahr mehr als 60 Dienste besetzt werden. Dazu kommen weitere Helfer für Aufbau, Abbau, Vorbereitung, Betreuung der einzelnen Programmpunkte, Reinigung, Technik und viele Aufgaben, die während der Veranstaltung spontan entstehen.

Damit der Ausschank überhaupt reibungslos funktioniert, braucht es zusätzlich Springer. Sie sorgen dafür, dass Getränke nachgefüllt werden, wenn an den Ständen etwas ausgeht, und helfen dort aus, wo kurzfristig Unterstützung benötigt wird.

Ein solcher Springer ist für die Besucher kaum sichtbar. Für den Ablauf der Veranstaltung ist er jedoch unverzichtbar.

Schon im Vorfeld war deshalb deutlich geworden, dass die Besetzung aller Dienste eine Herausforderung werden würde. Es mussten Aufrufe an die Mitglieder erfolgen, um noch offene Dienste zu besetzen.

Das zeigt sehr deutlich: Eine Veranstaltung dieser Größe lässt sich in einem kleinen Ort nicht einfach nebenbei organisieren.

Hinter jedem Programmpunkt steckt Arbeit

Auch das Programm selbst entsteht nicht von allein.

Das Bierseminar beispielsweise erforderte eine eigene Vorbereitung und Organisation. Von den Absprachen im Vorfeld bis zur Durchführung gab es einiges zu koordinieren. Für die fachliche Durchführung konnte ein entsprechender Tutor gewonnen werden, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sein Wissen rund um das Thema Bier vermittelte.

Auch das Kuchenbuffet war etwas Besonderes. Sämtliche Kuchen und Torten wurden gespendet. Damit wurde nicht nur ein attraktives Angebot für die Besucher geschaffen, sondern einmal mehr gezeigt, was möglich ist, wenn viele Menschen einen kleinen Beitrag leisten.

Ebenso mussten der Flohmarkt und die Oldtimer-Ausstellung organisiert und betreut werden. Das Kerbefrühstück fand bei den Besuchern guten Anklang und musste ebenfalls entsprechend geplant und durchgeführt werden.

Auch für die jüngsten Kerbebesucher wurde einiges auf die Beine gestellt. Die Hüpfburgen mussten organisiert, aufgebaut und betreut werden und standen den Kindern kostenlos zur Verfügung.

Besonders schön: Das Ponyreiten wurde in diesem Jahr wieder von den Jüngsten der Kerbegemeinschaft selbst durchgeführt. Auch hier zeigt sich, dass die Kerb nicht nur von den Erwachsenen getragen wird, sondern bereits die nächste Generation ihren Teil dazu beiträgt.

Und dann sind da die vielen Aufgaben, die in keinem Programm auftauchen, für die Veranstaltung aber genauso wichtig sind: Toiletten reinigen, Müll leeren, Tische abwischen und dekorieren, Material holen und wieder zurückbringen, Anhänger bewegen oder Dinge mit Fahrzeugen von A nach B transportieren, Brezeln rechtzeitig gebacken und für den Verkauf vorbereiten.

Es sind genau diese vielen einzelnen Aufgaben, die sich am Ende zu einer funktionierenden Kerb zusammensetzen.

Licht, Strom und Technik

Ein wesentlicher Bestandteil der Kerb ist inzwischen auch die Technik.

Eine umfangreiche Lichttechnik sorgt dafür, dass aus einem Veranstaltungsplatz am Abend ein gemütlicher Ort wird. Das richtige Licht schafft Atmosphäre und trägt wesentlich dazu bei, dass sich die Besucher wohlfühlen.

Dafür braucht es allerdings nicht nur Technik, sondern vor allem Strom.

Und genau dieser Punkt stellte die Organisatoren in diesem Jahr vor eine besondere Herausforderung. Die Stromversorgung des Veranstaltungsgeländes musste organisiert und sichergestellt werden. Dabei konnten anliegende Nachbargebäude Strom zur Verfügung stellen.

Dafür möchten wir uns ausdrücklich bei allen Personen bedanken, die dies ermöglicht und unterstützt haben.

Solche Lösungen wirken für den Besucher selbstverständlich. Sie sind es aber nicht.

Genehmigungen, Kassen und Kleingeld

Neben den sichtbaren Aufgaben gibt es eine ganze Reihe von organisatorischen Dingen, die für die Besucher praktisch unsichtbar bleiben.

Straßensperrungen müssen beantragt und organisiert werden. Für die Durchführung der Veranstaltung sind entsprechende Genehmigungen erforderlich. Auch GEMA, Schankerlaubnis und weitere formale Anforderungen müssen rechtzeitig erledigt werden.

Dazu kommen die finanziellen Aufgaben.

Kleingeld muss besorgt, Kassen müssen vorbereitet und verwaltet und Einnahmen später gezählt und abgerechnet werden. Auch hier steckt viel Arbeit dahinter, die während der Veranstaltung kaum jemand wahrnimmt.

Und natürlich müssen Rechnungen, Abrechnungen und weitere finanzielle Unterlagen nach der Veranstaltung bearbeitet werden.

Die Kerb endet organisatorisch deshalb nicht mit dem letzten Ausschank.

Nicht alles läuft reibungslos

Wo viele Menschen über einen längeren Zeitraum zusammenarbeiten, läuft natürlich nicht immer alles reibungslos.

Auch bei der Vorbereitung und Durchführung der Kerb gab es zwischenmenschliche Reibereien und unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie einzelne Dinge umgesetzt werden sollten.

Auch das gehört zur Realität eines solchen Projektes.

Ehrenamt bedeutet nicht, dass immer alle derselben Meinung sind. Es bedeutet vielmehr, trotz unterschiedlicher Ansichten gemeinsam ein Ziel zu verfolgen.

Und genau das ist bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung eine zusätzliche Herausforderung.

Foto: H.Br./A.Brü.

Eine Kerb besteht nicht nur aus drei Tagen

Wenn man all diese Aufgaben zusammenzählt, wird schnell deutlich, dass die Kerb weit mehr ist als das, was die Besucher vom 14. bis 16. August auf dem Kerbeplatz erlebt haben.

Hinter drei Veranstaltungstagen stehen Monate der Vorbereitung.

Da sind die vielen Dienste im Ausschank und an der Bonkasse. Die Springer, die für Nachschub sorgen. Die Helfer beim Auf- und Abbau. Die Menschen, die Brezeln backen, Kuchen spenden, Technik installieren oder Licht aufbauen.

Da sind diejenigen, die Genehmigungen beantragen, Straßensperrungen organisieren, sich um GEMA und Schankerlaubnis kümmern, Kleingeld besorgen und Kassen verwalten.

Da sind die Organisatoren von Bierseminar, Flohmarkt, Oldtimer-Ausstellung und Kerbefrühstück.

Und da sind schließlich all diejenigen, die dort helfen, wo gerade jemand gebraucht wird.

Danke an alle, die ihren Teil beigetragen haben

Eine solche Veranstaltung funktioniert nur, wenn viele Menschen ihren Teil dazu beitragen.

Deshalb gilt unser ausdrücklicher Dank allen Helferinnen und Helfern, allen Mitgliedern, Unterstützern und Sponsoren, allen Kuchen- und Sachspendern und allen, die uns bei der Vorbereitung, während der Kerb und bei den anschließenden Arbeiten unterstützt haben.

Auch die Vorstandsmitglieder tragen einen wichtigen Teil der Verantwortung. Neben der laufenden Vereinsarbeit gehören über viele Monate hinweg Planung, Koordination und die organisatorische Vorbereitung der Kerb zu deren Aufgaben. Der Vorstand hält die vielen Fäden zusammen und sorgt dafür, dass die zahlreichen Einzelaufgaben ineinandergreifen.

Viele dieser Menschen standen nie auf der Bühne und wurden von den Besuchern kaum wahrgenommen. Ohne diese Menschen wäre die Bühne aber vielleicht gar nicht erst aufgebaut gewesen.

Ehrenamt ist keine Selbstverständlichkeit

Die Kerb 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie viel ehrenamtliche Arbeit notwendig ist, damit ein solches Fest in einem kleinen Ort stattfinden kann.

Mehr als 60 Dienste allein für Getränkeausschank und Bonkasse machen deutlich, welche Dimension eine solche Veranstaltung inzwischen erreicht hat. Dazu kommen zahlreiche weitere Aufgaben und Menschen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass alles funktioniert.

Das Ehrenamt ist dabei keine Selbstverständlichkeit.

Es ist die Grundlage dafür, dass in Gabsheim gemeinsam gefeiert werden kann.

Und vielleicht lohnt sich beim nächsten Besuch auf der Kerb ein kurzer Blick hinter die Kulissen.

Denn hinter jedem Getränk, jeder Brezel, jedem Stück Kuchen, jedem Licht und jedem Programmpunkt steht ein Mensch, der seine Zeit dafür eingesetzt hat.

Drei Tage Kerb.

Viele Wochen Vorbereitung.

Unzählige Handgriffe.

Und vor allem: viele Menschen, die gemeinsam etwas für Gabsheim auf die Beine stellen.

H.Br.