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kirche-gabsheim-1- Die Pfarrkirche in Gabsheim im Kreis Alzey gehört zu den ältesten und größten Kirchen Rheinhessens und ist durch ihre beherrschende Lage über dem Ort ein markanter Punkt für die gesamte Umgebung. Die frühmittelalterliche Kirche in Gabsheim wurde bereits 1164 durch Papst Luzius III. als Besitz der berühmten Abtei St. Alban in Mainz bestätigt. Sie war wie die heutige Kirche dem hl. Alban geweiht. Im 15. Jahrhundert wurde ein großer Neubau in gotischem Stil errichtet, der später noch einmal im 18. Jahrhundert (Einweihung 1768) erweitert wurde. Der Gesamtbau einschließlich des Turmes behielt aber seinen gotischen Charakter, der sich vor allem in dem mächtigen Chor mit den Strebpfeilern ausprägt. im Inneren ist ebenfalls der Chor mit feinen, wappengeschmückten Netzgewölben der räumliche Höhepunkt. Aus der gotischen Zeit stammen noch bedeutsame Bildwerke der Ausstattung und viele interessante Grabplatten der ehemaligen Ortsherren, der Freiherren von Dalberg, und der Ritter von Geispisheim, die hier eine Burg hatten. (Der Ort hieß Im Mittelalter „Geispisheim.) Bemerkenswert ist auch eine meisterhaft komponierte Stein-Statue des hl. Alban aus der Barockzeit. Ein Besuch in dieser viel zu wenig bekannten Kirche schenkt deshalb dem Kunstfreund manche Überraschungen.

Neu Faltblatt

Führung durch die Kath Pfarrkirche Gabsheim

Für einen kleinen Unkostenbeitrag liegt in der Kirche eine Broschüre zum Erwerb aus.

Herausgegeber Kath Pfarrgruppe Gabsheim

Text und Bilder von Dr. Rudolf Post


  Pater Reinhard VittIch stamme aus einem alten Mainzer Territorium. Wenn ich in Rheinhessen, auch ein altes Mainzer Territorium, den Namen des kleinen Landes genannt habe oder der Stadt, die im Mittelpunkt dieses kleinen Landes liegt, habe ich immer wieder gehört: "Kenne mer nett. Wo leit dann dess?" Als alle Erklärungsversuche fruchtlos blieben, habe ich mir angewöhnt zu sagen: "Es liegt südlich des Nordpols."

Ich stamme aus dem Siegerland, das ist das Land an der Sieg, und dieses Land hat als Zentrum die Stadt Siegen. Dort, im Siegerland, gibt es Martinskirchen, ein untrügliches Zeichen für die Zugehörigkeit zum Mainzer Territorium. Die älteste Martinskirche liegt auf dem steilen Felsen des Siegberges - Siegen ist auf sieben Hügeln erbaut - und stammt aus der Zeit der ottonischen Romanik: also aus der Zeit vor oder um 1000. Mein Nachname kommt übrigens von Vitus oder Vitalis, ein in dem kleinen Land verehrter junger römischer Martyrer, Schutzheiliger der Hirten und Herden. Ansonsten ist das Siegerland - wegen seiner hochkarätigen Erzvorkommnisse - ein uraltes Industriegebiet. Die Männer meiner Familien waren Industriearbeiter. Daneben gab es kleine Landwirtschaften.

Geboren wurde ich in Klafeld-Geisweid - heute Siegen­-Geisweid -, aufgewachsen bin ich in Siegen, ich habe noch zwei jüngere Schwestern. Die Mutter starb früh. Da der Wunsch bestand, Priester zu werden, besuchte ich die Schulen der Missionare von der Heiligen Familie, zunächst im südsauerländischen Altenhundem - heute Lennestadt -, sodann - bedingt durch einen schulischen Umbau - in der Südeifler Gemeinde Biesdorf.

Der Besuch dieses alt- und neusprachlichen Sankt-Josef-Gymnasiums wurde für mich zur Grundlage meines Lebens. Wir wohnten im Internat - es kamen auch Schüler aus der näheren Umgebung -, es gab eine ausgesprochen gute Gemeinschaft. Wir hatten hervorragende Lehrer, meist Patres, die aus einem hohen Idealismus heraus unterrichteten, intensiv mit uns arbeiteten, viel von uns verlangten und ein ungewöhnlich hohes Maß an Menschlichkeit besaßen. Es gab auch Laienlehrer, auch hier gab es höchste Kompetenzen und Qualitäten. Dass wir Schüler im gesamten Haus mitarbeiteten, angefangen vom Kartoffelschälen bis zur Bibliotheksarbeit, gehörte zum regelmäßigen Tagesablauf. Natürlich ging es auch auf die Felder, denn die Schule, die auf dem Grund einer Stiftung durch eine Eifler Familie stand, hatte einen eigenen großen Bauernhof. Der Mainzer Kultusminister Eduard Orth nannte diese Einrichtung einmal - er verwandte dabei ein Wort Goethes - "eine pädagogische Provinz".

Nach dem Abitur 1966 bat ich um Aufnahme in den Orden und legte nach einem einjährigen Noviziat in Unterfranken die Ordensgelübde ab. Es folgte ab 1967 das Studium der Philosophie und Theologie an der sehr qualifizierten Ordenshochschule Ravengiersburg im Hunsrück, sodann - ab 1970 - an der Universität Mainz. Hier wurde es mir möglich, zur Theologie die Fachrichtungen Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik zu belegen. Eine kompakte journalistische Ausbildung konnte ich 1971 in Augsburg wahrnehmen. Nach dem Theologischen Diplom 1972 - mit einer Arbeit über die Aktualität der Christologie des Kardinals Nikolaus von Kues (1401-1464) - und der Pastoralausbildung am Mainzer Priesterseminar empfing ich am 30. Juni 1973 im Mainzer Dom das Sakrament der Priesterweihe. Die weiteren Stationen waren: Arbeit am Mainzer Cusanus-Institut 1973 bis 1976, Staatsexamen 1975, Referendariat in Koblenz - verbunden mit einem Vikariat an der Koblenzer Liebfrauenkirche - von 1977 bis 1979, Schuldienst am alt- und neusprachlichen Sankt-Josef-Gymnasium in Biesdorf/Eifel von 1979 bis 2004. Hier habe ich neben dem Unterricht in Religion, Geschichte, Sozialkunde, Deutsch und Kunst mit den Schülerinen und Schülern das Schülermagazin "Donnerknippchen" begründet und die Arbeit der Schülerredaktion begleitet. Für den Ehemaligenkreis der Schule habe ich das Jahresmagazin "Kontakte" herausgebracht. Zum weitergehenden Auftrag der schulischen Pressearbeit kam der Dienst in der Schulseelsorge. Außerhalb der Schule gab es den sonntäglichen Dienst in den Pfarreien des Nimstales, hier vor allem in der Pfarrei Sankt Peter in Bitburg.

Der Abschied von der Eifel fiel mir sehr schwer ‑ ich liebe das Land und die Menschen dort mit ihrer Bodenständigkeit, ihren tiefen Wurzeln, ihrer Schlichtheit und Klarheit und ihrem starken Zusammenhalt, der keine Verschlossenheit kennt. Diese emotionale Dichte hat mir in den insgesamt fast dreißig Jahren, die ich in der Eifel gelebt habe, gut getan. Die Rückkehr nach Mainz dagegen war leicht. Schon nach wenigen Tagen bat mich Weihbischof Guballa, die Gefängnisseelsorge im hessischen Butzbach zu übernehmen, vertretungsweise, für ein halbes Jahr. Daraus wurde ein ganzes Jahr, 2004 bis 2005. Es folgten der pfarrliche Dienst in Mainz-Marienborn von 2005 bis 2010, sodann erneut der Dienst als Gefängnispfarrer, diesmal in der Mainz-Kaiserslauterner Justizvollzugsanstalt Rohrbach in der rheinhessischen Gemeinde Wöllstein. Nach sechs Jahren - so war der Vertrag zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und dem Bistum Mainz - habe ich die Justizvollzugsanstalt verlassen, am Sonntag, dem 31. Januar 2016 um 16.15 Uhr, am 1. Februar 2016 habe ich meinen Dienst als Pfarrer der Gemeinden Saulheim und Udenheim, Gabsheim und Schornsheim begonnen. Quod Deus bene vertat: Möge Gott dies in guter Weise wenden und lenken.

Pater Reinhard Vitt


Diakon Michael Weyers

   Diakon Michael Weyers

 

Geboren am 9. Dezember 1962 in Duisburg. 1983 Abitur am Mercator-Gymnasium Duisburg. 1984-1992 Studium der Philosophie und Katholischen Theologie in Mainz, Abschluss 1992 als »Diplom-Theologe« (Dipl.-Theol.). 1992-1996 Pastoralkurs am Priesterseminar Mainz mit Abschluss Pastoralreferent. 25. Mai 1996 Weihe zum Ständigen Diakon durch Bischof Karl Lehmann.

1996-1998 Studium des Kanonischen Rechts in Münster / Westfalen. Abschluss 1996 »Lizentiat des kanonischen Rechts« (Lic.iur.can.) In dieser Zeit auch tätig als Ständiger Diakon in den Gemeinden Mainz-Bretzenheim, Sankt Georg, sowie Nauheim, Sankt Jakobus. 1998-2008 tätig als Verwaltungskirchenrechtler im Bischöflichen Ordinariat und als Diözesanrichter am Bischöflichen Offizialat. Seit 2006 auch als einer von neun Diakonen am Dom im liturgischen Dienst bei Pontifikal- und Stiftsgottesdiensten.

Ab 2008 Ständiger Diakon in der Pfarrgruppe Wißberg, ab 2010 in der Pfarrgruppe Saulheim-Gabsheim und weiterhin als Diözesanrichter am Bischöflichen Offizialat. Zur Zeit auch Vorsitzender des Liturgieausschusses der Diözesanversammlung und Mitglied der Bischöflichen Liturgiekommission


Die Pfarrer von St Alban seit 1887
 

Kindertagesstätte - Gabsheim
 

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